Zugehörigkeit

Um den Gegensatz zwischen "uns" und "den Anderen" aufbrechen zu können, müssen SchülerInnen erkennen, dass Vielfalt heute "die Norm" darstellt und Migration ein alltäglicher Prozess ist.

Unsere Gesellschaft ist keine homogene Gruppe, sondern jeder Einzelne von uns hat „plurale Identitäten“. Ein wichtiges Ziel ist es daher, die Vielschichtigkeit der eigenen Identität sowie die Auswirkungen von unterschiedlichen Identitätsmerkmalen innerhalb unserer Gesellschaft zu erkennen. Es geht darum, Ausgrenzungserfahrungen- und Mechanismen zu reflektieren und Rollen zu überdenken.


Die Thematisierung von gesellschaftlichen Gruppen und Rollen sowie deren Wahrnehmung und Bewertung in der Gesellschaft, nehmen daher einen wichtigen Stellenwert in der schulischen Auseinandersetzung mit Diversität ein. In diesem Zusammenhang ist eine Beschäftigung mit Vorurteilen, Zuschreibungen und Diskriminierungen von großer Bedeutung. Das Bewusstsein, dass sich jede/r Einzelne/r mehreren Gruppen zugehörig fühlen kann und in sich selbst vielfältig ist, ist wichtig. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen mit Ausgrenzung, Diskriminierung oder Rassismus konfrontiert sind. Sich selbst seiner eigenen Vorurteile bewusst zu werden, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Respekt und Anerkennung.


Diversität sollte deshalb immer im Zusammenhang mit Chancengleichheit gesehen und thematisiert werden. Gleiche Rechte und Chancen sind eine wichtige Grundvoraussetzung für ein gelungenes Zusammenleben und eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.



„Diversity is not about the others – it is about you!”



Zitat aus: Bendl, R., Hanappi-Egger, E., Hofmann, R. „Interdisziplinäres Gender- und Diversitymanagement“ Wien, 2004, S. 56