Warum Globales Lernen?

In Zeiten der Globalisierung möchte Globales Lernen Schülern und Schülerinnen Orientierung bieten und zu selbständigen und verantwortungsvollem Denken und Handeln anregen.

Die weltweite Verflechtung der Wirtschaft, neue politische Zusammenschlüsse und beschleunigte technologische Entwicklungen, aber auch Kriege, politische und ökologische Krisen in vielen Gebieten der Welt verändern die heutigen Lebensbedingungen grundlegend. Die Internationalisierung von Wirtschaft, Politik und Kultur betrifft Menschen in vielfältiger Weise: Wanderbewegungen über nationale Grenzen, Beziehungen zwischen Menschen aus verschiedenen kulturellen Kontexten, unterschiedliche ökonomische Chancen, „neue" und „alte“ Armut und vieles mehr.

Die Aufgabe der Schule in dieser Situation, in der sich individuelles Wissen, soziale Verhaltensformen und persönliches Handeln immer weniger auf bewährte Traditionen berufen können, ist es, Orientierung für einen lebenslangen Prozess menschlicher Identitätsfindung anzubieten. In diesem Sinne ist es Ziel der Schule, Erkenntnisse zu vermitteln, Motivationen zu bestärken und zu Handlungsformen zu ermutigen, die Menschen befähigen ihre Grundrechte wahrzunehmen und an der Gestaltung demokratischer pluralistischer Gesellschaften aktiv mitzuwirken.

Hinsichtlich globaler Fragestellungen muss die Schule Zugänge zu uns alle betreffenden Themen wie globale Ökonomie, Ökologie und Umweltschutz oder z.B. Demokratie und Menschenrechte schaffen, für die Werte sozialer und kultureller Vielfalt sensibilisieren und die Entwicklung solidarischen Handelns anregen.

Hier setzt auch das Globale Lernen an: Schüler und Schülerinnen begeben sich auf eine Lernreise und setzen dabei ihr tägliches Leben, weltweite Verknüpfungen, persönliche Erfahrungen und Fragen der Gerechtigkeit zueinander in Beziehung. Dadurch können sie Fähigkeiten entwickeln, die dabei helfen selbständig und verantwortungsbewusst zu denken und zu handeln.