Ziele und Wünsche abklären

Wurde der Entschluss gefasst eine Schulpartnerschaft einzugehen ist es wichtig, die eigenen Wünsche und Vorstellungen die Partnerschaft betreffend zu reflektieren.

Diese Klärung der eigenen Bedürfnisse ist eine wichtige Voraussetzung für die Planung einer Schulpartnerschaft und die aktive Partnersuche. Folgende Fragestellungen können dafür hilfreich sein:

In welchem Land und in welcher Umgebung (ländlicher / städtischer Raum) soll die Partnerschule sein?

Zu berücksichtigen ist dabei, dass in bestimmten Ländern die Nachfrage nach österreichischen Partnern sehr groß ist (z.B. Tschechien, Ungarn, Ukraine, Russland etc.) während in den so genannten Sprachländern (USA, Großbritannien, Spanien, etc.) eher geringes Interesse an Kontakten mit Österreich besteht.

In welcher Sprache wollen bzw. können wir kommunizieren?

Die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse kann wie oben schon erwähnt auch durch Partnerschaften mit anderssprachigen Ländern erzielt werden, sofern man sich auf eine gemeinsame Projektsprache einigt. Auch mit unvollkommenen Sprachfertigkeiten kann Verständigung hergestellt werden, differenzierte Sprachkenntnisse auf Seiten der LehrerInnen sind aber wichtig für die gemeinsame Planung und Organisation.

Welcher Schultyp und welche Schulgröße eignen sich?

Meistens werden Partnerschaften zwischen Schulen ähnlichen Typs angestrebt, wobei es vor allem im berufsbildenden Schulwesen Unterschiede zwischen den Ländern gibt. Eine inhaltliche Auseinandersetzung zu einem bestimmten Thema kann aber auch zwischen SchülerInnen unterschiedlicher Schulformen passieren. Bsp.: Eine Handelsakademie arbeitet mit einer technischen Lehranstalt zum Thema "Klimawandel". Dies kann durch die unterschiedliche Herangehensweise und Vorbildung eine komplexere inhaltliche Auseinandersetzung bewirken.

In welchem Alter sollten die SchülerInnen sein?

Bei entsprechender didaktischer Vorbereitung sind internationale Schulpartnerschaften in jedem Alter möglich. Für Volksschulklassen eignen sich besonders Kooperationen mit grenznahen Schulen, wodurch auch eintägige gegenseitige Besuche durchgeführt werden können. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Altersunterschied zwischen den SchülerInnen der Partnerklassen nicht mehr als +/- 1 Jahr beträgt.

Weitere wichtige Fragestellungen:

In welcher Form sollen die SchülerInnen kommunizieren und zusammenarbeiten?
Welche Bildungsziele verfolgt unsere Schule mit dieser Partnerschaft?
Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Für welche Kooperationen gibt es finanzielle Unterstützung?
Kann und soll die Schulpartnerschaft mit einem schon an der Schule bestehenden internationalen Projekt vernetzt werden?
Möchten wir  eine längerfristige Kooperation oder nur ein zeitlich begrenztes Projekt?