Virtuelle oder persönliche Begegnung

Während viele Schulpartnerschaften eine direkte Begegnung der SchülerInnen und LehrerInnen anstreben, finden durch die Nutzung der neuen Medien auch immer mehr Begegnungen im virtuellen Raum statt.

  • Persönliche Begegnung von SchülerInnen
    Ein SchülerInnen- oder Klassenaustausch schafft eine direkte Begegnungsmöglichkeit zwischen den SchülerInnen und LehrerInnen der Partnerschulen. Auf vielfältige Weise wird der Zugang zur Lebensweise im anderen Land ermöglicht und ein tieferes Verständnis für andere Sichtweisen unterstützt.
    Die persönliche Begegnung von SchülerInnen und LehrerInnen ist häufig nur eines von mehreren Elementen einer langfristigen Beziehung zwischen den Partnerschulen. Die Form des Austausches kann sich je nach Rahmenbedingungen unterschiedlich gestalten (Dauer, Frequenz, etc.).

    Es können folgende Arten von internationalen Begegnungen unterschieden werden:

    1. Bilaterale Begegnung von SchülerInnen oder Schulklassen:
    Bei bilateralen Schülerbegegnungen findet der Austausch idealerweise in beide Richtungen statt - es sind also beide Schulklassen jeweils Gastgeber und Besucher, was dem Prinzip der Partnerschaftlichkeit entspricht. Öfters kommt es jedoch auch vor, dass der Besuch nur in eine Richtung stattfindet oder nur durch eine kleine SchülerInnengruppe teilnimmt. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Gegenbesuch nicht finanzierbar ist, was bei Partnerschaften mit Schulen aus Ländern des globalen Südens eventuell eintreten kann.

    2. Multilaterale Begegnung:
    Multilaterale SchülerInnenbegegnungen umfassen den Austausch von SchülerInnen aus drei oder mehreren Ländern. Das Prinzip der Wechselseitigkeit ist bei dieser Form genauso wünschenswert, jedoch oft nur schwer zu verwirklichen. Häufig kommt es zu einer Rotation des Begegnungsortes zwischen den beteiligten Ländern und Schulen. Bei grenznahen multilateralen Schulpartnerschaften (z.B. Kärnten/Friaul/Slowenien) ist eine Begegnung leichter zu organisieren bzw. zu finanzieren.

    Nähere Information zur Organisation von Partnerschulbesuchen finden Sie hier.
  • Internationale Schulpartnerschaften ohne persönlichen Begegnungen der SchülerInnen
    Bei dieser Form beschränkt sich der Kontakt zwischen den Schulen auf die schriftliche Korrespondenz der SchülerInnen (Briefe, E-Mails, Internetforen, Telefax,...) und den Austausch von Materialien. Die Begegnung der SchülerInnen erfolgt häufig im "virtuellen Raum". Internetforen, Chats, Skype und andere Formen moderner Kommunikation ermöglichen einen raschen Austausch zwischen den SchülerInnen. Ergänzt wird diese Form der Schulpartnerschaft häufig durch persönliche Begegnungen der Lehrpersonen.