Verankerung in der Schule

Für den Aufbau einer internationalen Schulpartnerschaft ist eine möglichst breite Verankerung in der Schule hilfreich. Sie gewährleistet Kontinuität und Verbindlichkeit und sichert somit die Nachhaltigkeit einer internationalen Schulkooperation.

Durch die Verankerung in der Schule wird die Partnerschaft vom Engagement einzelner Personen unabhängig, und kann langfristig bestehen.

Bildung eines Kernteams
Zur Verankerung der Schulpartnerschaft in der Schule wird die Bildung eines Kernteams oder einer Arbeitsgemeinschaft, die aus LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern, dem Elternverein oder der Schulleitung bestehen kann, empfohlen. Dieses Kernteam ist für die Koordination und Organisation der Schulpartnerschaft zuständig.
Zu den wichtigsten Aufgaben des Kernteams zählen:

  • Klärung von Fragen der Verantwortlichkeit finanzieller, technischer und pädagogischer Art
  • Festlegung der Thematik der Partnerschaft und Sicherstellung der Integration in den Unterricht im Rahmen von z.B. Projektwochen, Projekttagen, Arbeitsgemeinschaften, Wahlpflichtfächer und in einzelnen Unterrichtsfächern
  • regelmäßige Evaluation und Weiterentwicklung der Partnerschaft
  • Information und Beratung in der Lehrerkonferenz über das geplante oder laufende Projekt, zur Einbeziehung weiterer Kolleginnen und Kollegen sowie zur Erwirkung der Akzeptanz im Kollegium
  • Einbeziehung der Schulgemeinschaft (SGA, Eltern und SchülerInnenvertretung) und des Schulumfeldes.
  • Verankerung der Partnerschaft im Schulprogramm
  • Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer zu Themen wie Internationalisierung, Globales Lernen
  • Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Schulpartnerschaft


Teamarbeit
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Organisation einer Schulpartnerschaft im Alleingang kaum zu bewältigen ist. Die Arbeit im Team reduziert nicht nur den Aufwand des/der einzelnen, sondern kann auch zur Inspiration und Freude an der Arbeit beitragen sowie bei der Bewältigung von Frustrationen äußerst hilfreich sein. Andererseits ist zu beachten, dass in vielen Schulen bis heute keine Tradition zur Teamarbeit  besteht. Daher ist die Gefahr relativ groß, dass neben freudvollen Erfahrungen auch Ängste und Frustrationen auftreten können, die aus der ungewohnten Arbeitsform resultieren (Stichworte: Angst vor Überlastung, Konkurrenz, sich bloßstellen, Schwächen zugeben müssen ...). Zudem erschweren die schulischen Strukturen oft projektorientiertes Arbeiten im Team. Man sollte deshalb von Beginn an offen über Probleme sprechen und eine klare Arbeitsteilung zu vereinbaren und vornehmen.
Internationale Schulpartnerschaften stellen ein hervorragendes Lernfeld für Teamarbeit im interkulturellen Kontext dar. LehrerInnen werden sich in der Rolle von Lernenden finden.


Hilfreiche Tipps zur Verankerung der Schulpartnerschaft finden Sie auch im Kapitel Curriculumsbezug.