Qualitätsentwicklung - ein laufender Prozess

Eine nachhaltige Schulpartnerschaft umzusetzen bedeutet, sich kontinuierlich mit der Qualität der internationalen Aktivitäten auseinanderzusetzen und einen selbstkritischen Blick auf die gesetzten Aktivitäten zu werfen. Dies wird durch eine laufende Qualitätsdiskussion im Kernteam an der eigenen Schule sowie durch einen Austausch mit der/den Partnerschule/n ermöglicht.

Eine laufende Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Schulpartnerschaftsaktivitäten ermöglicht es, bei Bedarf Maßnahmen zu ändern, anzupassen oder den gewünschten Erfolg zu messen. Qualitätsentwicklung im Rahmen internationaler Schulpartnerschaften ist als eine kontinuierliche Qualitätsdiskussion zu verstehen, die eine Verbesserung der laufenden Schulpartnerschaftsaktivitäten zum Ziel hat. Eine kontinuierliche Qualitätsdiskussion ist als ein Kreislauf zu verstehen, der folgende Maßnahmen miteinbezieht:

Kontinuierliche Reflexion
Um Qualitätsentwicklung zu ermöglichen bzw. um die Qualität abzusichern, ist eine laufende Reflexion und Diskussion der Schulpartnerschaftsaktivitäten wichtig. Im Projektteam sollten Erfahrungen im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ausgetauscht, Ziele und Herausforderungen diskutiert, mögliche Nutzung von Synergien besprochen und ein möglicher Unterstützungsbedarf festgehalten werden.

Entwicklungsziele
Zunächst sollte im Team eine Bestandsaufnahme der internationalen Aktivitäten an der Schule erfolgen. Als Nächstes erfolgt die Formulierung spezifischer Entwicklungsziele. Gemeinsam wird überlegt, in welchen Bereichen es zu Verbesserungen kommen sollte, wo es Schwachstellen gibt oder ob es z.B. Strukturen gibt, die die Erreichung der Ziele erschweren. Empfehlenswert ist es, sich zunächst auf einen ausgewählten Themenbereich zu konzentrieren, damit eine Überforderung ausgeschlossen werden kann und die Qualitätsentwicklung Schritt für Schritt erfolgen kann. Beispiele für Bereiche, in denen Verbesserungen vorgenommen werden können: Motivation oder Partizipation der SchülerInnen/LehrerInnen, Teamprozesse (und Konflikte), Dokumentation der Aktivitäten, stärkere Einbindung des Schulumfeldes etc.

Qualitätskriterien und Indikatoren
Das Kernteam erarbeitet gemeinsam spezifische Qualitätskriterien für die Schulpartnerschaft bzw. für jene Bereiche, für die Entwicklungsziele wurden. Gemeinsam wird besprochen, welche Aspekte für eine „erfolgreiche“ bzw. „gelungene“ Umsetzung der Schulpartnerschaft wichtig sind und wie sich diese messen lassen (Indikatoren). Die formulierten Qualitätskriterien und Indikatoren stellen auch eine wichtige Basis für die spätere Evaluierung der Projektmaßnahmen dar.

Verbesserungsmaßnahmen
Um die gesetzten Entwicklungsziele erreichen zu können, werden nun konkrete Verbesserungsmaßnahmen geplant und umgesetzt. Das Projektteam definiert die Verbesserungsmaßnahmen, legt die Verantwortlichkeiten fest und entwickelt einen Zeitplan. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die spezifischen Maßnahmen zur Erfüllung der gesetzten Entwicklungsziele führen und in die praktische Projektumsetzung einfließen.

Evaluation
Evaluation ist ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Schulpartnerschaften. Die Wirkung bzw. der Erfolg der gesetzten Maßnahmen wird dabei überprüft. Feedback von SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Projektbeteiligten ermöglicht es, Stärken, Schwächen und Entwicklungsmöglichkeiten der Schulpartnerschaft aufzuzeigen.