Langfristige Schulpartnerschaft oder zeitlich begrenzte Projektarbeit

Je nach Dauer der Zusammenarbeit zwischen SchülerInnen und LehrerInnen unterscheidet man zwischen langfristiger Schulpartnerschaft und zeitlich begrenzter internationaler Projektarbeit

Langfristige Schulpartnerschaften
Eine Schulpartnerschaft bezeichnet eine langfristige Beziehung zwischen zwei oder mehreren Schulen. Langfristigkeit ist dabei jenes Element, das eine qualitative und nachhaltige Partnerschaft unterstützt. Mehrjährige Kooperation mit wiederholtem SchülerInnenaustausch, langfristige Projekte und eine Integration der Schulpartnerschaft in die Unterrichtsarbeit und das Schulleitbild sind einige wichtige Merkmale internationaler Schulpartnerschaften.
Partnerschaftliches Lernen braucht wechselseitiges Vertrauen, das sich am besten langfristig entwickeln und vertiefen kann. Erfahrungen zeigen, dass internationale Bildungsprojekte langfristig geplant werden müssen, um tatsächlich zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen zu können. Kooperationen zwischen Schulen benötigen etwa ein Jahr für das gegenseitige Kennenlernen von SchülerInnen, Schule und Land bevor ein SchülerInnenaustausch sinnvoll ist.
Merkmale internationaler Schulpartnerschaften:

  • langfristige Kooperation und Zusammenarbeit der Schulen
  • die Schulpartnerschaft wird von allen AkteurInnen der Schulgemeinschaft getragen (Direktion, Lehrerschaft, SchülerInnen, Elternverein, Eltern)
  • verschiedene und immer wieder neue Schulklassen werden in die Partnerschaft einbezogen und profitieren von der internationalen Zusammenarbeit
  • die Schulpartnerschaft ist integraler Teil des Schulprofils
  • Unterrichtliche Einbindung der Schulpartnerschaft

Zeitlich begrenzte internationale Projektarbeit
Im Rahmen eines internationalen Schulprojektes arbeiten die Schulen - oft sind es einzelne Schulklassen - gemeinsam an einer ausgewählten Themenstellung und tauschen sich über Ergebnisse, Meinungen und Erfahrungen aus. Die Zusammenarbeit ist zeitlich begrenzt.
Bildungskooperationen brauchen einen inhaltlichen Fokus, um den sich die Zusammenarbeit der Schulen organisiert. Erfahrungen zeigen, dass sich Themen, die für alle Beteiligten relevant sind, wie etwa "Alltag und Familie", "Globales Lernen", "Menschenrechte", "Ökologie", "Frieden", "Zukunft", "Demokratie", "Kunst", "Bildung" aber auch "Tourismus", "wirtschaftliche Entwicklung" und "Architektur" am besten eignen.

Merkmale internationaler Projektarbeit:

  • zeitliche Begrenzung
  • gemeinsames Projektthema (z.B. Menschenrechte, Klimaschutz, Friedenserziehung,...)
  • klar definierte Anzahl an TeilnehmerInnen - meistens bestimmte Schulklassen
  • Umsetzung entweder in nur einem Unterrichtsgegenstand oder fächerübergreifend