Auseinandersetzung mit der eigenen Identität

Um die gesellschaftliche Vielfalt als Chance und Reichtum begreifen zu können, ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität ein wichtiger erster Schritt.

Unsere Erfahrungen und unsere eigene „Geschichte“ prägen unsere Wahrnehmung sowie unsere Fähigkeit Unterschiede akzeptieren und aushalten zu können. Um sich auf das „Fremde“ einlassen zu können, muss man mit sich selbst „in Beziehung“ sein. Verschiedene methodische Ansätze ermöglichen es, dass sich SchülerInnen im Schulunterricht mit ihrem eigenen Hintergrund, ihrer (Rollen)Zugehörigkeit, ihren Meinungen und Einstellungen, Erfahrungen, Vorurteilen etc. auseinandersetzen. Der Beschäftigung mit der eigenen Identität sollte dabei ausreichend Raum gegeben werden. SchülerInnen sollen erkennen, dass jeder Mensch einzigartig ist und jeder Mensch die Diversität in sich selbst trägt. Jeder Mensch ist „vielfältig“ in seinen Rollen, Gefühlen, Meinungen oder Perspektiven.

„In Wirklichkeit aber ist kein Ich, auch nicht das naivste, eine Einheit, sondern eine höchst vielfältige Welt, ein kleiner Sternenhimmel, ein Chaos von Formen, Stufen und Zuständen, von Erbschaften und Möglichkeiten.“



Zitat aus: Hermann Hesse „Der Steppenwolf“ Gesammelte Werke Bd. 7