Gemeinsame Aktivitäten

Hier finden sie Anregungen für konkrete gemeinsame Aktivitäten im Rahmen einer Schulpartnerschaft oder eines internationalen Schulprojektes beginnend mit den ersten Schritten.
  • Ein Kernteam bilden
    Ein Kernteam der eigenen Schule bereitet die Partnerschaft vor. Hierfür setzt es sich mit organisatorischen, technischen, finanziellen und methodisch-didaktischen Fragen auseinander (Machbarkeit), und begleitet und evaluiert den Partnerschaftsprozess regelmäßig.
    Mitglieder des Kernteams sollten Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Schulleitung und Eltern sein. In der Vorbereitungsphase, vielleicht auch später, ist es oft hilfreich, Expertinnen und Experten einzubeziehen (z.B. Vertreterinnen und Vertreter von entwicklungspolitischen Initiativen, Vertreterinnen und Vertreter von Schulen mit einer Schulpartnerschaft, ausländische Studierende, Interessierte aus der Gemeinde,...).
     
  • Präsentation der Partnerschulen
    Zur gegenseitigen Vorstellung der Partnerschulen kann eine Dokumentation über die eigene Schule erstellt (Video, Fotostrecke, Broschüre, Plakate, usw.) werden. Diese Dokumentation sollte Informationen über die Schule, sowie über das Umfeld enthalten (Informationen über Gründung und Geschichte der Schule, Schulgebäude, Freizeitangebot, Anzahl der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Klassen, durchschnittliche Größe der Klassen, Klassenstufen, Besonderheiten der Schule, Schultyp, Lehrplan, ein exemplarischer Schultag, politische Strukturen, geografische Lage,...).
    Diese Schulpräsentationen können  auch im Rahmen eines Schulprojekts erstellt werden (Projektwoche). Die ProjektpartnerInnen tauschen die Präsentationen aus, und erhalten somit interessante Informationen der ProjektpartnerInnen.
     
  • SchülerInnen stellen sich vor
    SchülerInnen stellen sich und ihr Lebensumfeld, von Schule, Familie bis zu Freundeskreis usw., vor. Die Präsentation kann viele Formen haben: von kurzen Texten, Bildern bis zu Filmen oder anderen künstlerisch - kreativen Formen. Sie kann frei gestaltet werden, ohne spezifische Vorgaben, oder sie kann schon in eine bestimmte thematische Richtung gehen.
    Diese Form der bewussten Auseinandersetzung mit sich und seinem Umfeld ist bereits ein erster wichtiger Schritt in einem interkulturellen Lernprozess. Es wird bewusst, dass vieles, das uns "normal" erscheint für die KollegInnen im Partnerland durchaus nicht normal ist, dass Rahmendbedingungen, Werthaltungen, Selbstverständlichkeiten sehr verschieden sein können. Oft wird diese Tatsache auch erst zu einem späteren Zeitpunkt bewusst. Für ein gegenseitiges Kennenlernen der SchülerInnen eignen sich vor allem auch die SchülerInnnenkorrespondenz und der SchülerInnenaustausch.
     
  • Gemeinsame Arbeit an einem Thema
    Im Mittelpunkt der gemeinsamen Projektarbeit steht ein zentrales Thema. Wichtig: das Thema muss für alle Projektpartner interessant und von Bedeutung sein. Bei einer Schulpartnerschaft bzw. bei einem internationalen Projekt geht es ja nicht primär darum etwas ÜBER die anderen zu lernen, sondern darum gemeinsam Neues zu erfahren, Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausfindig zu machen und so auch über sich selbst zu lernen.
    Das gemeinsamen Arbeiten ermöglicht spannende Lernprozesse - Kommunikation, Teamarbeit, Projektmanagement, der Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen und Wahrnehmungen der Projektpartner, die Bewältigung von Herausforderungen, Scheitern - und daraus zu lernen - all das steckt in der gemeinsamen Arbeit an einem Projekt. Die Tatsache, dass es sich um ein internationales Projekt handelt, macht das ganze umso vielschichtiger, interessanter - und nicht immer nur einfacher. Mehr zur gemeinsamen Projektarbeit finden Sie hier.
     
  • Reflexion und Evaluation
    Wichtig ist es, nicht erst zu Projektende oder bei auftauchenden Schwierigkeiten an bewusste Reflexion von Erfahrungen und die Evaluation der Zusammenarbeit zu denken. Reflexion von Erfahrungen - positive wie negative - ermöglicht Lernen.
    Weitere Infos und zahlreiche Methoden für Reflexion und Evaluation finden sie im Kapitel Evaluierung.
     
  • Laufende Weiterentwicklung/weitere Aktivitäten
    Weitere Aktivitäten - so noch nicht im gemeinsamen Arbeitsplan vereinbart - können laufend geplant und umgesetzt werden.
    Näheres dazu im Kapitel Nachbereitung.

Das folgende Ablaufschema bietet einen Überblick über die wesentlichen Schritte und Aktivitäten im Rahmen einer Schulpartnerschaft. Das Ablaufschema kann auch als Checkliste für den Planungsprozess dienen: 
Ablaufschema einer Schulpartnerschaft (pdf)