Förderung von Kompetenzen

Internationale Schulpartnerschaften und Schulprojekte können zur Entwicklung und Förderung von spezifischen Sozial- und Fachkompetenzen von SchülerInnen- und LehrerInnen beitragen.

Schulpartnerschaften stellen ein interkulturelles Lernfeld dar und eine Möglichkeit über nationale Grenzen hinaus denken und handeln zu lernen.

Wichtige Sozial- und Fachkompetenzen, die durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit erworben werden können sind:

Fremdsprachenkompetenz
Internationale Schulkontakte ermöglichen eine praktische Anwendung einer Fremdsprache durch direkten Kontakt zu SchülerInnen der Partnerschule. Oft stellt eine Schulpartnerschaft auch für SchülerInnen eine wichtige Motivation zum Lernen dar. Das Vorhandensein einer gemeinsamen Arbeitssprache - zumindest bei den verantwortlichen Kontaktpersonen - ist eine fast unabdingbare Voraussetzung für die Zusammenarbeit. Häufig wird für die Kontakte auf Ebene der SchülerInnen eine Korrespondenzsprache vereinbart. Es kann aber auch durchaus sinnvoll und bereichernd sein, auf andere verfügbare gemeinsame Sprachen zurückzugreifen und vielleicht auch erste Schritte in einer neuen Sprache zu machen. Dadurch wird der Wert von Mehrsprachigkeit betont. Englisch fungiert in vielen Schulpartnerschaftsprojekten als Verbindungssprache, d.h. Englisch lernen die SchülerInnen nicht nur bei einem Austausch mit einer Schule aus Großbritannien oder den USA.

Interkulturelle Kompetenzen
Durch den grenzüberschreitenden Kontakt zwischen SchülerInnen verschiedener Herkunftsländer wird das interkulturelle Bewusstsein und Verständnis geschult. SchülerInnen lernen über den Tellerrand zu blicken und setzen sich aktiv mit einer "fremden" Alltagsrealität auseinander. Internationale Erfahrungen können auch dazu beitragen, Vorurteile gegenüber dem Fremden zu überwinden und Rassismus einzudämmen - sowohl auf der kognitiven als auch auf der emotionalen Ebene. Ein häufiges Ziel grenzüberschreitender Schulkontakte stellt das Kennenlernen verschiedener kultureller Kontexte durch direkte und persönliche Erfahrungen und Begegnungen dar.

Weltoffenheit und Zugänglichkeit für neue Perspektiven
Schulpartnerschaften sind eine Möglichkeit über nationale Grenzen hinaus denken und handeln zu lernen. Sie bilden einen vielfältigen Rahmen in dem Globales Lernen stattfinden kann. Lernziel ist dabei die Befähigung zu selbstgesteuertem Lernen, zur Wahrnehmung von Globalität und zur Mitgestaltung der Weltgesellschaft.

Empathie, Engagement und Solidarität
Persönliche grenzüberschreitende Kontakte zwischen SchülerInnen verschiedener Länder ermöglichen Einblicke in ein oft noch "fremdes" Land zu gewinnen. Durch gemeinsames Arbeiten und das gegenseitige Kennenlernen werden in vielen Fällen Empathie, Engagement und Solidarität bei den SchülerInnen geweckt. Bei Schulpartnerschaften mit Schulen aus Ländern des globalen Südens kann oft der Wunsch entstehen, die SchülerInnen des Partnerlandes konkret zu unterstützen (finanziell, materiell,...). SchülerInnen entwickeln dabei persönliches Engagement und vielfältige Ideen (vom karitativen Schulfest bis zum Spendenlauf). Wichtig ist es dabei den Aspekt der Partnerschaftlichkeit im Auge zu behalten, die Gleichwertigkeit beider Länder zu betonen und darauf zu achten, dass das Projekt nicht zu einer einseitigen Hilfskampagne für ein Land wird.

Selbständiges Lernen, Arbeiten und Handeln
Schulprojekte können durch den Einsatz vielfältiger Methoden selbständiges Lernen, Handeln und Arbeiten der SchülerInnen fördern.

Interdisziplinäres Denken und Handeln
Das Interesse, bei einem im Unterricht behandelten Thema über die Landesgrenzen hinauszublicken, kann zum Ausgangspunkt für eine fächerübergreifende Kooperation mit einer Schule in einem anderen Land werden. Die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit einem Thema lässt SchülerInnen die Vielfalt und Mehrschichtigkeit der Themenstellung erkennen.

Weiterentwicklung von LehrerInnen und Weiterentwicklung der Schulkultur
Auch für LehrerInnen und die gesamte Institution "Schule" bieten Schulpartnerschaften und internationale Schulprojekte Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen und dadurch die Chance für eine professionelle Weiterentwicklung an.

Lehrer/innen - professionelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten

  • Projektmanagement
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Methodische Weiterentwicklung  (z.B. Methoden der non-formalen Bildung)
  • Fremdsprachenkompetenz
  • Interkulturelle Kompetenz

Schule - Mögliche Beiträge zur Entwicklung der Schulkultur

  • Innovation
  • Fächerübergreifende Kooperation
  • Teamarbeit
  • Einbeziehung der Eltern
  • Kooperation mit kommunalen Einrichtungen
  • Partnerschaft mit Firmen