Dos and don´ts

Um eine Schulpartnerschaft oder ein internationales Schulprojekt erfolgreich zu gestalten möchten wir Ihnen einige Tipps präsentieren.

Dos:

  • Auswahl eines passenden Partners (Schultyp, Alter der SchülerInnen,...)
  • Aufbau einer nachhaltigen Partnerschaft, von der viele Schulklassen der Partnerschulen profitieren können
  • Verfassung einer schriftlichen Partnerschaftserklärung
  • themenorientierte Zusammenarbeit der Partner
  • Offenheit für andere Meinungen, neue Perspektiven und Erkenntnisse, die sich durch einen interkulturellen Austausch ergeben können
  • verbindlich festlegen, wer was in der Partnerschaft leistet
  • Art und Häufigkeit der Kommunikation gemeinsam festlegen
  • Einbindung verschiedener Personen in die Planung und Durchführung der Partnerschaft (SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, ExpertInnen,..)
  • Vernetzung mit mehreren Schulen - Bildung von Schulnetzwerken  (Beispiele)
  • Informationen einholen über das Partnerland, die Bedingungen vor Ort, eventuelle kulturelle Hürden
  • Fächerübergreifender Unterricht und didaktische Vielfalt
  • Vorbereitung der SchülerInnen auf die internationale und interkulturelle Zusammenarbeit (Methoden)
  • Arbeit im Team - Bildung einer Arbeitsgemeinschaft bestehend aus z.B. SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, Direktion
  • Interne und externe Kommunikation - Die gesamte Schule und das Umfeld einbeziehen und informieren
  • Öffentlichkeitsarbeit - die anderen in der Schule und das Schulumfeld über die Schulpartnerschaft, Aktivitäten, Lernerfahrungen informieren
  • genaue Planung der Schulpartnerschaft - einzelne Schritte und Vorgehensweisen
  • Finanzielle Rahmenbedingungen klären
  • Um Förderungen und finanzielle Unterstützungen ansuchen
  • genug Zeit für den Aufbau der Partnerschaft und zum Kennenlernen einberechnen
  • Persönliche Arbeitstreffen der Lehrpersonen zur Planung der Partnerschaft organisieren
  • Organisation einer persönlichen Begegnung (z.B. SchülerInnenaustausch, LehrerInnentreffen)
  • Bei Reisen mit SchülerInnengruppen in Länder außerhalb der Europäischen Union Fragen der Reisesicherheit mit der Partnerschule im Voraus zu besprechen. Auf der Homepage des Außenministeriums werden aktuelle länderspezifische Reisewarnungen veröffentlicht.
  • Verschiedene Kommunikationsmittel zur Kontaktaufnahme und Projektarbeit nutzen (neue IKT)
  • Umsetzungsschritte in Bezug auf Ferientermine, Festtage und Fastenzeiten (Ramadan) abstimmen.
  • Das Projekt dokumentierenevaluieren und präsentieren
  • Probleme als Herausforderungen sehen, die Lernprozesse ermöglichen
  • Bei Konflikten die Rolle eines/einer VermittlerIn übernehmen
  • Kreative Formen der Zusammenarbeit entwickeln - Die Form der Partnerschaft hängt von den Vorstellungen und Ideen der Partner ab
  • Den Weg der Partnerschaft als Ziel begreifen

 

Don´ts

  • ohne persönliche Vorbereitung (Lehrerinnen und SchülerInnen) eine Schulpartnerschaft oder Projektzusammenarbeit starten
  • davon ausgehen, dass die Projektpartner unter "Schulpartnerschaft" das gleiche verstehen wie wir
  • ohne Projektplanung und direkter Absprache mit den ProjektpartnerInnen ein Projekt beginnen
  • Begegnungsreisen als touristisches Event organisieren
  • Annehmen, dass Schulalltag, Hierarchien, Gestaltungsräume usw. im Partnerland "irgendwie ähnlich" wie bei uns sind.
  • vorschnell über die Projektpartner urteilen - Gefahr von Vorurteilen und Stereotypen
  • Karikative Hilfe in den Mittelpunkt stellen - Eine Schulpartnerschaft sollte auf dem Prinzip der Gleichwertigkeit aufgebaut sein. Natürlich kann Hilfe auch ein Bestandteil der Partnerschaft sein, jedoch nur in enger Absprache und gemeinsamer Planung mit dem Projektpartner
  • zur starkes persönliches Engagement einzelner Lehrpersonen, das zu einer Überlastung und Überforderung der Personen führt - Eine Schulpartnerschaft sollte immer in der Verantwortung mehrere Personen liegen und unterstützt werden (Arbeitsgruppe, Lehrerkollegium, Direktion,...)
  • Alleinige Konzentration auf den Fremdsprachenerwerb - Eine Schulpartnerschaft bedeutet sich auf eine Partnerschule bzw. Partnerklasse einzulassen. Persönliches Kennenlernen, Austausch von Meinungen und Erfahrungen, gemeinsame Projektarbeit, Auseinandersetzung mit dem Land des Schulpartners, etc. sollten wichtiger Bestandteil einer Schulpartnerschaft sein.
  • Konzentration auf die eigenen Wünsche bei der Planung und Organisation der Schulpartnerschaft - Das Prinzip der Partnerschaft sollte immer im Mittelpunkt einer Schulpartnerschaft stehen

Mehr dazu finden Sie auch im Kapitel: Herausforderungen